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Praxis Sprache 2016 - Ausgabe 3

Fachzeitschrift für Sprachheilpädagogik, Sprachtherapie und Sprachförderung

Fachartikel: Selektiver Mutismus im sozialen Kontext - Vernetzungsarbeit in der Dortmunder Mutismus Therapie (DortMuT)

AutorIn / Hrsg.:Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädadogik e.V. (dgs)
Auflage:Juli 2016
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Fachartikel
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Seiten / Volumen:742 KB
Art.-Nr. / ISBN:5-60-2016-03-01
Verfügbarkeit:als Download
 

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Fachartikel: Selektiver Mutismus im sozialen Kontext - Vernetzungsarbeit in der Dortmunder Mutismus Therapie (DortMuT)

 

Selektiver Mutismus (SM) als komplexes Phänomen mit variantenreichen Bedingungs- und Ausprägungsformen macht immer eine multimodale und methodenkombinierte Behandlung erforderlich. Wirksamkeitsnachweise für verschiedene Vorgehensweisen gibt es bislang nur wenige. Die meisten (angloamerikanischen) Studien verweisen auf Evidenzen (kognitiv-)behavioraler Strategien. Immer werden auch Kindergarten und Schule als die vom Schweigen am häufigsten betroffenen sozialen Kontexte programmatisch in die Behandlung einbezogen. Wegen unterschiedlicher struktureller Rahmenbedingungen im Gesundheits- und Bildungssystem sind international publizierte (wirksame) Therapieprogramme und -empfehlungen nicht ohne weiteres auf deutsche Verhältnisse zu übertragen. Ist dort in der therapeutischen Versorgung eine Vernetzung der Sozialkontexte implizit und strukturell einfacher zu realisieren, müssen hiesige Therapiekonzeptionen und -Routinen dieser Vernetzung explizit Rechnung tragen und sie in der klinischen Praxis etablieren. Dieser Vernetzungsgedanke wird in der Dortmunder Mutismus Therapie (DortMuT) konzeptionell verankert. Zielsetzungen, Methoden und Prinzipien werden hier skizziert. Die klinische Vernetzungsarbeit wird anhand eines Fallbeispiels aus dem Sprachtherapeutischen Ambulatorium der TU Dortmund exemplarisch konkretisiert. Es wird dafür plädiert, dass sich für die anspruchsvolle Vernetzungsarbeit im therapeutischen Alltag – im Sinne eines Case-Managements – am ehesten Fachkräfte mit Expertise im Bereich SM, also Logopäden und Sprachtherapeuten oder Psychotherapeuten, anbieten.

Priv.-Doz. Dr. Katja Subellok (Diplom-Pädagogin, Sonderpädagogin, Sprachtherapeutin) studierte, promovierte und habilitierte sich an der TU Dortmund. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Sprache und Kommunikation der Fakultät Rehabilitationswissenschaften. Seit 2008 leitet sie das dortige Sprachtherapeutische Ambulatorium. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: selektiver Mutismus, Stottern, Beratung und Angehörigenarbeit, Supervision, Therapiedidaktik.

 

Dipl. Päd. Kerstin Bahrfeck-Wichitill (Sprachheilpädagogin, Sonderschullehrerin) arbeitet seit 2005 im Sprachtherapeutischen Ambulatorium der TU Dortmund und leitet dort das Dortmunder Mutismus Netzwerk (DortMuN). Sie ist als Lehrbeauftragte und Fortbildungsreferentin tätig. Ihre Schwerpunkte sind neben Selektivem Mutismus u. a. Stottern, Spracherwerbsstörungen sowie Beratung und Supervision.

 

Korrespondenzadresse: katja-subellok@tu-dortmund.de



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