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Die Beratung der Eltern von Kindern mit Schädel-Hirn-Trauma im Alter von 6 bis 12 Jahren und ihre Einbeziehung in die Ergotherapie auf der Grundlage des CMOPs

AutorIn / Hrsg.:Silke Meierhans, Ilka Schiwy
Auflage:2001
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Seiten / Volumen:581 KB
Art.-Nr. / ISBN:2010
Verfügbarkeit:als Download
 

20,00 €

inkl. MwSt.

Diplomarbeit des Fachbereichs Ergotherapie der Hogeschool Zuyd (NL)

Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Beratung der Eltern und deren Einbeziehung in die Ergotherapie ihres Kindes mit Schädel-Hirn-Trauma im Alter von 6 bis 12 Jahren. Die Arbeit stützt sich auf die Grundgedanken des Kanadischen Modells der Betätigungsperformanz. Zuerst gehen wir auf die Entwicklung des gesunden Kindes ein. Dies soll verdeutlichen, welch gravierenden Einschnitt es bedeutet, wenn das Kind einen Unfall mit SHT hat. Wir bieten einen Einblick in die Folgen des Schädel-Hirn-Traumas und die daraus resultierenden, möglichen Veränderungen im Leben der Erziehungsberechtigen. Für die Eltern kommen die Rollenveränderungen sehr plötzlich, da sie nicht mit einem Unfall rechnen. Sie hatten ein Kind, das zunehmend selbständiger wurde. Durch die Folgen des Unfalls braucht es wieder viel Unterstützung von Seiten der Eltern. Sie werden wieder vermehrt in ihrer Erziehungs- und Aufsichtsrolle gefordert. Das sind wichtige Gesichtspunkte bei der Genesung des Kindes. Es ist deshalb erforderlich, eine gute Integration der Eltern zu gewährleisten. Uns interessiert in diesem Zusammenhang die momentane Integration der Eltern in die ergotherapeutische Intervention. Wir stellen dazu die Sicht von Eltern und Ergotherapeuten dar. Dazu führten wir eine Untersuchung per Fragebogen an verschiedenen Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland durch.

Der Schwerpunkt der Arbeit ist die Fragestellung, wie die Eltern und Ergotherapeuten die momentane Situation erleben und wie ihre Wünsche bzw. Bedürfnisse zur Integration in die Therapie aussehen.

Das Ergebnis dieser Studie zeigt einen Bedarf für eine vermehrte Einbeziehung und für eine intensivere Beratung. Wir beschreiben, wie die Elemente des CMOPs für eine verbesserte Beratung und Integration des Klienten dienen können. Aus den gewonnenen Informationen heben wir die Wichtigkeit der klientenzentrierten Arbeitsweise hervor. Wir stellen gewünschte Beratungsinhalte dar. Ein weiteres wichtiges Resultat der Befragung ist die Notwendigkeit eines Beratungstermins für die Eltern. Von Seiten der Angehörigen wird ein Termin bei Bedarf bevorzugt. Zusätzlich ist unsere Intention, die Beratung als eigenständigen Bestandteil der Ergotherapie bekannter zu machen.

Außerdem wollen wir Ergotherapeuten zur Nutzung ergotherapeutischer Modelle animieren. Durch ihre berufsspezifischen Inhalte sowie theoretischen Konzeption dienen sie als Basis für eine verbesserte Professionalisierung und Qualitätssicherung in der Ergotherapie.