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Aachener KOMPASS

Kommunikationsbogen zur Planung altergerechter Sprachtherapie ab Sechzig

AutorIn / Hrsg.:Maren Dretzko, Mirijam Lehmann
Auflage:2012
Produktform
(bitte auswählen):
Seiten / Volumen:38.930 KB
Art.-Nr. / ISBN:2061
Verfügbarkeit:als Download
 

20,00 €

inkl. MwSt.

Masterarbeit
Masterstudiengang Lehr- und Forschungslogopädie
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Medizinische und Philosophische Fakultät

Theoretischer Hintergrund: Die Anzahl älterer Patienten steigt kontinuierlich an, wobei viele der geriatrischen Störungsbilder Kommunikationsstörungen aufweisen. Der Aachener Kommunikationsbogen zur Planung altersgerechter Sprachtherapie ab Sechzig (Aachener KOMPASS) leistet einen Beitrag zur Einschätzung des Kommunikationsprofils und ermöglicht eine zeitökonomische Ableitung von partizipationsorientierten Therapiezielen. Ziel bei der Entwicklung des Aachener KOMPASS war es, ein ICF-orientiertes Instrument zur Erhebung der kommunikativ-pragmatischen Fähigkeiten und Bedürfnisse sowie relevanter Lebensbereiche von Demenzpatienten zu schaffen. Es wurden Orientierungswerte erhoben, um sprachliche Symptome bei Demenz von altersbedingten kommunikativen Veränderungen abzugrenzen sowie alterstypische kommunikative Aktivitäten und Partizipationsmuster zu erfassen.

Methode: In einer explorativen Fragebogenstudie wurde zunächst eine Pilotversion des KOMPASS erstellt und erprobt. Nach einer Modifikation wurden mit der Endversion an n=95 sprachlich gesunden Probanden Orientierungswerte erhoben sowie an einem Einzelfall evaluiert. Um die Auswertung des Aachener KOMPASS zu vereinfachen, wurde eine computergestützte Auswertung erstellt. Diese fasst Antworten des Fragebogens übersichtlich zusammen und stellt Therapiebereiche sowie dazugehörige Ressourcen und Barrieren dar.

Ergebnisse: Die Orientierungswerte zeigen, dass auch gesunde Ältere sprachliche Schwierigkeiten aufweisen, vor allem beim Führen von Gesprächen und beim Zuhören. Hier lassen sich signifikante Unterschiede zwischen den Altersgruppen erkennen. Auch der Vergleich von relevanten Lebensbereichen zwischen Jungen Alten und Alten ergab signifikante Gruppenunterschiede. Die Bereiche Lesen und Schreiben erweisen sich als stabile Ressourcen und bleiben weitestgehend unbeeinträchtigt.

Schlussfolgerung: Mit der Entwicklung des Aachener KOMPASS ist es gelungen, einen Leitfaden zur Therapiezielableitung bei Patienten mit Demenz zu schaffen. Die kommunikativen Veränderungen und Unterschiede in den relevanten Lebensbereichen weisen darauf hin, dass sich Aktivitäten und die Kommunikation im Alter verändern.

Schlüsselwörter: Demenz, Geriatrie, sprachliche Ressourcen und Barrieren, Therapiezielableitung